Fachbereiche

Wir bieten unseren Schülern folgende Fachbereiche:

Schulprofil

Die Polytechnische Schule Wildon versteht sich als Schultyp, der aus Erfahrungen langjähriger Schulversuchsarbeit nach modernsten pädagogischen Konzepten angelegt ist. Es werden vorwiegend Absolventen von Neuen Mittelschulen auf den direkten Einstieg ins Berufsleben vorbereitet bzw. bei einer noch zu treffenden Berufsentscheidung optimal unterstützt .

Bindeglied zwischen Schule und Wirtschaft!

Schwerpunktsetzungen in Berufskunde (diverse berufskundliche Führungen, zwei Berufspraktische Wochen und 14 Tage „Betriebspraxis“), sowie  Berufsbezogene Fachbereiche helfen den SchülernInnen dabei sehr wesentlich. Die Berufspraktischen Wochen bzw. die Betriebspraxis geben Jugendlichen die Möglichkeit, in ihrem Wunschberuf „Praxis zu erfahren“ bzw. mehrere Berufssparten unverzerrt zu erleben. Im Sinne eines ganzheitlichen Unterrichts ermöglichen diese Fachbereiche die SchülerInnen optimal zielgerichtet und praxisnah auf die gewählte Berufsrichtung hin vorzubereiten.

In Deutsch, Mathematik und Englisch erfolgt der Unterricht binnendifferenziert, "Grundlegende bzw. vertiefte Allgemeinbildung" ermöglichen die optimale Förderung individueller Begabungen.

Die große Bedeutung der Polytechnischen Schule im österreichischen Schulwesen beweist die Tatsache, dass sich dieser Schultyp trotz eines unglücklichen Starts, trotz enormer struktureller Benachteiligung im Gesamtschulsystem (Berechtigungen, Übertritte) und der damit verbundenen ungleichen, ungerechten und von vornherein jeder Chancengleichheit widersprechenden Wettbewerbsbedingungen mit den anderen weiterführenden Schulen, in den bisher 40 Jahren seines Bestehens wirklich hervorragend behaupten konnte. Eine Schule, die durch so viele Erschwernisse immer stärker wurde, muss doch eine gute Schule sein, oder?

Gerade vom ehemaligen "Polytechnischen Lehrgang" sind auch sehr viele wertvolle Impulse für das österreichische Schulwesen ausgegangen. Zahlreiche Neuerungen der letzten Jahre gingen direkt vom PL aus, einige wurden vom PL zuerst erprobt und fanden dann auch in anderen Schultypen Eingang. (Leistungsgruppen, Interessengruppen mit einer Vielzahl alternativer Wahlpflichtfächer, Projektunterricht, Berufsinformation und Berufsorientierung, „Schnuppertage“, Informatikunterricht,....). All diese Neuerungen wurden erst durch den Einsatz engagierter PTS-LehrerInnen ermöglicht und in die Tat umgesetzt.

Daher war es höchst an der Zeit, die Polytechnische Schule durch Maßnahmen des Gesetzgebers zu stärken. Dazu zählt beispielsweise die Schaffung einer durchlässigen Nahtstelle von der Polytechnischen Schule in die 10. Schulstufe fachbereichsadäquater Berufsbildender Mittlerer Schulen.

Eine weitere Stärke dieser Schulform stellt der Ausbau der Berufsinformation, der Berufsorientierung sowie die konkrete Berufsvorbereitung im gewählten Fachbereich dar.

Themen, deren positive Erledigung in naher Zukunft zu erwarten ist, beinhalten unter anderem:

Ø Berücksichtigung der positiv absolvierten Polytechnischen Schule beim Einstieg in die Berufsschule, „Upgrading“ in Richtung Berufsreifeprüfung.

Ø  Konzepte für Klein- und Kleinstschulen. (Selbständige Schulen führen zu einer wesentlich besseren Selbstdefinition und Identifikation mit diesem Schultyp, auch wenn die Schulen manchmal sehr klein sind.)

Ø  Autonomie und Dynamik in sehr hohem Maß sind zur Umsetzung der PTS-Ziele unbedingt notwendig!

Innovativ    -     Kreativ    -     Polytechnische Schule   -   Eine gute Alternative!

                                                          
Dir. Johann Wallner

PTS - Arbeitskreis des BM:UKK

Integration

Unterrichtsprinzip  "Soziale Integration":

Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden:
Die Republik (Bund, Länder, Gemeinden) bekennt sich dazu, die Gleichbehandlung von behinderten und nichtbehinderten Menschen in allen Bereichen des täglichen Lebens zu gewährleisten.

Artikel 7 der österreichischen Bundesverfassung

Integration im Sinne "Sozialer Integration" kann an unserer Schule bereits auf langjährige Tradition verweisen...
Auszug aus der Schulchronik:

Soziale Integration

Nach vielen Jahren stiller Integration von Schülern, welche nicht aus der 8. Schulstufe  - sondern von der 2. oder 3. Klasse HS - ins Poly kamen, ist es im Schuljahr 1995/96 erstmals gelungen, eine Klasse „Soziale Integration“ im Schulversuch zu errichten. Dies bedeutet, dass für einen Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf dem Lehrer der PTS zeitweise ein Stützlehrer zur Seite gestellt wird.

Durch das Vorhandensein von zwei Lehrkräften ist es möglich, viel intensiver auf jeden einzelnen Schüler einzugehen. In einer Schülergruppe mit natürlicher Begabungsstreuung, wie es in der Polytechnischen Schule Realität ist, sollen Individualisierung und Differenzierung besonders forciert werden. Der Lehrer ist geradezu gezwungen, nach neuen Wegen und nach neuen Zugängen zu einem Problem zu suchen. Und die Erfahrung zeigt auch, dass dies zwar oft Schwierigkeiten bereitet, letztendlich aber Befriedigung, Motivation  und vor allem Erfolg bringt.

 Da der Stützlehrer jedoch nur zeitlich beschränkt zur Verfügung steht, und sehr viel Arbeit an zusätzlichen Erklärungen etc. anfällt, ist es auch immer wieder notwendig, sich von der Klasse zu trennen und speziell mit dem Integrationsschüler, dessen spezifische Schwierigkeiten zu klären, und auf seine besondere Situation im Klassenverband Rücksicht zu nehmen.

 Besondere Flexibilität müssen jene Lehrer zeigen, welche viele Wochenstunden ohne Stützlehrer sehr viel an Differenzierungs- und Individualarbeit leisten. Es bedarf von diesen Lehrpersonen sehr viel Engagement für die Sache. Hier kommt allerdings auch besonders der Klassenverband zu tragen, indem sich die Schüler gegenseitig sehr gut mit allen Stärken und Schwächen kennen, akzeptieren und vor allem auch helfen lernen.

 Ein Problem im Stützlehrersystem liegt in der zwangsweisen Sonderstellung des bedürftigen Schülers. Eine echte Klassengemeinschaft entsteht nur schwer, da viele Kinder das Gefühl haben, dass der Stützlehrer dem besonders Lernschwachen eine bevorzugte Rolle verschafft.

Schulische Integration ist ein andauernder und anstrengender Prozess, sie macht es aber möglich, eine persönliche Entwicklung aller Beteiligten zuzulassen. „Die integrative Schule will zur gegenseitigen Hilfe erziehen, das kooperative Verhalten fördern, Einfühlungsvermögen und Sensibilität für einander entwickeln, solidarisches Verhalten unterstützen, Mitmenschlichkeit einüben.“(Muth)….  Neues wird in diesem Schulversuch, der in der Volksschule bereits Regelschulwesen darstellt, initiiert, damit alle Gleichaltrigen gemeinsam aufwachsen können, und niemand in ein soziales Ghetto abgeschoben wird. Bisherige Erfahrungen haben gezeigt, dass dies auch durchaus zum Vorteil unserer „Regelschüler“ geschehen kann.

 Selbst die Wirtschaft fordert heutzutage neben Fachkompetenz die Fähigkeit zu Zusammenarbeit, sowie Originalität und Flexibilität im Umgang mit Neuem und Fremden. Gerade diesen Forderungen wird eine Sozialintegrative Schule gerecht. Neben Wissenserwerb werden soziale Fähigkeiten und autonomes Handeln in den Fordergrund gestellt.

 So gibt es viele Gründe den Schritt in die Integration zu gehen und sich gemeinsam - jeder aufbauend auf den Stärken des anderen - ein Stück weiterzuentwickeln. Denn: Erziehung ohne Ausgrenzung ist eine Menschenrechtsfrage, die alle betrifft.

 

Der Faire respektiert den anderen,

der Kluge lernt vom anderen,

- der Weise arbeitet mit den anderen.

                              ( Josef Recla )

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